Frage:

„In unserer Saunaanlage wird stündlich ein Aufguss mit einer Dauer von 10 Minuten bei einer Raumtemeperatur von 90 °C knapp unter der Saunaraumdecke durchgeführt. Nach den „Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen in öffentlichen Saunaanlagen“ ist ein Aufguss keine Hitzearbeit. Die „Richtlinien“ besagen zur Bereitstellung von Getränken zum Ausgleich des Wasserverlustes nur, dass dies betriebsintern zu regeln sei. Ich frage daher, ob es eine arbeitsrechtliche Vorgabe und eine Empfehlung bezüglich der Art der Getränke gibt.“

 

Antwort:

Eine arbeitsrechtliche Verpflichtung, Aufgusspersonal mit Getränken zu versorgen, besteht meines Wissens nicht. Den Arbeitgeber trifft zwar die Pflicht, Arbeitsplätze sicher zu gestalten und die nötigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Hierzu gehört beispielsweise, dass dem Aufgusspersonal zwischen den einzelnen Aufgüssen genügend Zeit zur „Regeneration“ gegeben wird und dass für das Personal auch die Möglichkeit besteht, etwaigen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Es ist insoweit aber zu berücksichtigen, dass das Aufgießen in der Sauna keine „Hitzearbeit“ darstellt und sich das Aufgusspersonal – anders als die Saunagäste – außerdem in der Regel nur wenige Minuten „am Stück“ in der Sauna aufhält, so dass es im Normalfall ohnehin nicht zu einem nennenswerten Flüssigkeitsverlust kommt.

Empfehlenswert wäre meines Erachtens, dem Saunapersonal die Möglichkeit zu geben, selbst mitgebrachte Getränke „griffbereit“ zu deponieren. Wenn der Arbeitgeber zusätzlich Trinkwasser (Leitungswasser reicht aus) zur Verfügung stellen möchte, schadet dies dem Betriebsklima sicherlich auch nicht…

Stichworte:
 

Comments are closed.